Der Wohnungskauf ist nicht nur eine der sichersten Kapital- und Wertanlagen, sondern auch eine der beliebtesten Formen der Altersvorsorge. Allerdings sollten beim Erwerb einige wichtige Faktoren beachtet werden.

Überprüfung der Ausstattung

Die Besichtigung gilt als ein wichtiger Meilenstein des Wohnungskaufprozesses. Noch währenddessen sollte man sich nach der Substanz und dem Zustand der Wohnung erkundigen. Wenn die Wohnung über eine Einbauküche und -schränke verfügt, sollten die Qualität und der Wert geprüft werden. Zu empfehlen ist auch die Kontrolle der Rohre und Leitungen sowohl in der Küche als auch im Bad. Ebenso ist die Überprüfung des Bodenbelags nicht zu unterschätzen. Dabei sollte man darauf achten, in welchem Zustand sich die Fußböden befinden oder ob beispielsweise eine Instandsetzung nötig wäre.

Nach Energieausweis fragen und auf Wartungen achten

Wichtig beim Wohnungskauf ist, sich den Energieausweis zeigen zu lassen, um sich einen Überblick über den energetischen Zustand des gesamten Hauses zu verschaffen. Der Ausweis liefert Informationen über die Höhe des mutmaßlichen Energieverbrauchs beziehungsweise über die zu erwartenden Energiekosten. In dem Energieausweis müssen auch weitere Auskünfte über das Baujahr und die Art der Heizung stehen.
Wichtig ist zudem, dass Wartungszeiträume für die Haustechnik eingehalten werden. Die vorgeschriebenen Intervalle für die Heizung oder beispielsweise für den Fahrstuhl sollten eingehalten werden, denn nur so wird ein einwandfreier Betrieb der Anlagen garantiert. Einen Nutzen bringen gewartete Anlagen auch energetisch, da man mit niedrigeren Strom- und Betriebskosten rechnen kann. 

Sichtung der Protokolle der Eigentümerversammlungen

Die Protokolle aus den vergangenen Eigentümerversammlungen liefern Erkenntnisse darüber, welche Maßnahmen am Haus/Gemeinschaftseigentum in der Vergangenheit durchgeführt wurden. Darauf lässt sich schließen, welche Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum evtl. in naher Zukunft anstehen und ob die bestehende Instandhaltungsrücklage ausreicht oder erhöht werden muss.

Notarieller Vertragsabschluss

Wenn die Entscheidung über den Kauf einer bestimmten Wohnung gefallen ist, steht als nächstes der Kaufvertrag an. Die Wahl des Notars kann gemeinsam von beiden Parteien getroffen werden. Der Notar handelt beim Kaufprozess unabhängig und hilft dabei, Fragen zu beantworten und mögliche Änderungen zum Kaufvertrag vorzunehmen. Der fertige Kaufvertragsentwurf wird dem Notar dann per Post zugeschickt. Bei einem Wohnungsverkauf zwischen einem Unternehmen (Bauträger) und einer Privatperson müssen mindestens 14 Tage zwischen dem Erhalt des Kaufvertrags und der notariellen Beurkundung liegen.

Beim Wohnungskauf muss außerdem berücksichtigt werden, dass über die Grundbuch- und Notarkosten hinaus zusätzliche Erwerbsnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer sowie eine mögliche Maklerprovision entstehen können. Die Höhe der Nebenkosten kann je nach Bundesland variieren.

Um den Erwerb einer Eigentumswohnung zu erleichtern, sollte der Kaufprozess daher vorab sorgfältig geplant und geprüft werden.