Der Trend in Deutschland geht zum Singlehaushalt – 1991 bestanden 33,6 Prozent der Privathaushalte aus nur einer Person, 2018 waren es schon 41,9 Prozent und bis 2040 soll der Wert laut Statistischem Bundesamt auf 45,3 Prozent steigen. Viele davon leben in kleinen Wohnungen, oftmals mit nur einem Zimmer, und zwar nicht nur Studierende in Wohnheimen, sondern zum Beispiel auch jüngere Berufstätige oder Senioren. Seinen Alltag zu organisieren und sich dabei wohlzufühlen ist in kleinen Wohnungen häufig nicht so leicht, aber mit ein paar Tricks lässt sich das zumindest ein wenig unterstützen.

Was in kleinen Wohnungen vor allem fehlt, ist Stauraum. Man kann zwar sehr minimalistisch leben und nach der Marie-Kondo-Methode alles aus seiner Wohnung entfernen, was einem keine Freude bringt, aber mit der Zeit lässt es sich einfach kaum verhindern, dass sich Dinge ansammeln und wertvollen Platz einnehmen. Während sich das in größeren Wohnungen verteilen lässt, steht in kleineren Apartments meist nicht einmal eine Abstellkammer zur Verfügung – die Lösungen müssen also etwas kreativer sein.

Möbelkombinationen sparen Platz

Sinnvoll ist es natürlich, die Fläche an den Wänden möglichst effektiv auszunutzen. Wandregale schaffen zusätzliche Stellfläche, für die auf dem Boden kein Platz mehr ist. Dafür muss zwar meist in die Wand gebohrt werden, aber das ist auch für Mieter in der Regel ohne Genehmigung ihres Vermieters möglich.

Zusätzlicher Stauraum lässt sich außerdem schaffen, indem man Möbel, die man sowieso benötigt, entsprechend kombiniert. Statt eines normalen Schreibtischs kann man sich beispielsweise einen Sekretär anschaffen, also eine Kombination aus Schrank und Schreibtisch. Es gibt in vielen Möbelhäusern auch entsprechende Schreibtisch-Regal-Kombinationen. Das Bett lässt sich ebenfalls als Stauraum nutzen, genauer gesagt der Platz unter dem Bett, wenn man einen Bettkasten verwendet.

Letzteres funktioniert allerdings in der Regel nicht, wenn man in seiner Wohnung statt in einem üblichen Bett auf einem Schlafsofa schläft, was trotzdem ebenfalls eine gute Lösung für kleine Wohnungen darstellt. Denn so lässt sich der Schlafbereich leicht in einen Wohnbereich verwandeln – auch wenn dafür ein bisschen Disziplin notwendig ist, schließlich muss das Ganze immer morgens und abends entsprechend umgerüstet werden.

Schlafen, Wohnen und Arbeiten voneinander trennen

Generell ist es empfehlenswert, die unterschiedlichen Bereiche in der Wohnung voneinander zu trennen. Die Alltagsorganisation funktioniert schließlich besser, wenn nicht alles ineinander verschwimmt – Schlafen, Wohnen, Arbeiten. Wer aufgrund der Corona-Pandemie viel im Homeoffice gearbeitet hat oder das noch immer tut, weiß, wie wichtig eine räumliche Abtrennung ist, um nicht ganz verrückt zu werden. Das gelingt zum Beispiel über trennende Regale oder auch Vorhänge, die sich an der Decke anbringen lassen.

Mit ein paar Tricks lässt sich die kleine Wohnung außerdem zumindest optisch ein wenig vergrößern. Dringend empfehlenswert ist es, die Wände hell zu streichen; dunkle Wandfarben nämlich erdrücken noch zusätzlich. Auch geschickt platzierte Spiegel können Wohnungen größer erscheinen lassen, als sie tatsächlich sind.