Steht ein Umzug in die eigenen vier Wände an, muss viel organisiert werden. Leicht wird dabei schon einmal die Sicherheit des Gebäudes und der Wohnräume übersehen. Wer von vornherein auf ein paar Punkte achtet, vermeidet Risiken.

Besonders für die dunkle Zeit des Jahres ist es wichtig, auf Sicherheitslücken im Haus zu achten. Dabei unterscheiden Experten vorbeugende Sicherheitstechnik von goldenen Verhaltensregeln. Unabhängig von speziellen Sicherheitstüren und Alarmsystemen am Haus gilt es, ein paar Alltagsregeln zu beachten. Beim Verlassen des Wohnhauses sollten etwa die Terrassentür und Fenster stets geschlossen sein. Das gilt auch für Balkone, wenn sie im Erdgeschoss oder in der ersten Etage liegen. Befinden sich diese in einem höheren Stockwerk, sollte der Eigentümer prüfen, ob die Wohnung möglicherweise vom Nachbarbalkon aus bestiegen werden kann. Ist beispielsweise ein Fenster im Erdgeschoss bei längerer Abwesenheit des Bewohners angekippt und es bricht dann jemand ein, könnte die Hausratversicherung das Verhalten als „grob fahrlässig“ einschätzen und eine Erstattung bei einem Einbruchsdiebstahl verweigern.

Selbstverständlich sollte es sein, die Haustür beim Verlassen stets abzuschließen. Geht einmal ein Haus- oder Wohnungsschlüssel verloren, sollte der alte Zylinder gegen einen Profizylinder ausgetauscht werden. Bei längerer Abwesenheit, wie etwa einem Urlaub, ist es unklug, die Jalousien dauerhaft heruntergefahren zu lassen. Besser sind Zeitschaltuhren oder eine Smart-Home-Lösung, bei der der Eigentümer aus der Ferne Licht, Kamera und Jalousien individuell steuern kann. Auch Bewegungsmelder rund um das Haus wirken abschreckend. Die Polizei rät allgemein, bei längerem Fernbleiben einen bewohnten Eindruck in der Immobilie zu hinterlassen. Das gilt gleichermaßen für den Briefkasten, der regelmäßig von einem Nachbarn geleert werden sollte.

Vorbeugende Maßnahmen durch geprüftes Material

Gerade Eigentümer haben gute Möglichkeiten, Sicherheitslücken im Haus durch entsprechende Einbauten zu schließen. In Deutschland gibt es für die verwendeten Materialien spezielle DIN-Normen.  Für einbruchshemmende Türen, Fenster, Rollläden und Rolltore gilt beispielsweise die Norm DIN EN 1627. Sie bietet eine höhere Widerstandsklasse als herkömmliche Materialien. Käufer sollten bei einer verglasten Haustür darauf achten, dass sie über eine Sicherheitsverglasung verfügt. Aus Expertensicht reicht bei privaten Haushalten die Sicherheitsklassen RC 2 oder RC 3. Wird ein altes Gebäude durch zertifizierte Handwerker begutachtet, ist darauf zu achten, dass Kellerfenster, Kellertüren und sogenannte Hintertüren gleich mit erneuert werden. Eine solche Hintertür kann beispielsweise der Zugang über die Garage ins Haus sein. Letztlich steigern die Sicherheitsmaßnahmen den Komfort und das Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden.