Wird die eigene Wohnung oder das eigene Haus vermietet, hat der Eigentümer das Recht, vom Mieter eine Kaution zu verlangen. Diese darf maximal drei Nettokaltmieten betragen. Weit verbreitet ist die Praxis, hierfür ein Kautionssparbuch einzurichten. Das Sparbuch wird vom Vermieter und Mieter gemeinsam angelegt. Der Mieter darf somit ohne Zustimmung des Vermieters auf das Ersparte nicht eigenständig zugreifen zu können. Die Zinsen stehen aber letztlich dem Mieter zu.

Dem Vermieter dient das Kautionskonto als Sicherheit, etwa für den Fall, dass Schäden am Mietobjekt entstehen, die beispielsweise erst zum oder nach dem Auszug des Mieters offensichtlich werden. Gleichzeitig kann sie dem Vermieter als Sicherheit bei möglichen Mietausfällen dienen. Das gilt allerdings nicht bei preisgebundenen Wohnungen, da dort in der Miete das Mietausfallrisiko berücksichtigt ist. 

In jedem Fall muss der Eigentümer der Immobilie darauf achten, die Kaution getrennt von seinem Vermögen für den Mieter anzulegen. Sollte der Vermieter keinen Grund haben, auf die Kaution zuzugreifen, darf er sich dennoch bis zu sechs Monate nach Auszug des Mieters mit der Rückzahlung Zeit lassen.

Diese Regelungen gelten für alle Anlageformen, die der Vermieter gemeinsam mit dem Mieter wählt. Es gibt aber auch Alternativen zum Sparbuch oder Tagesgeldkonto.

Bürgschaft statt Sparbuch

Eine Alternative ist eine Mietkautionsbürgschaft, auch Mietaval genannt. Der Mieter erhält dabei von seiner Bank eine Sicherheit, die im Falle von Schäden oder eines Mietausfalls dafür aufkommt. Die Bürgschaft ist auf die vereinbarte Kaution begrenzt. Der Mieter ist dann zwar von dem höheren Betrag einer Barkaution erst einmal entlastet, es fallen allerdings jährliche Gebühren des Anbieters an. 
Natürlich kann der Mieter auch einen privaten Bürgen einsetzen. Dies wird von Vermietern gerne über die Mietkaution hinaus genutzt: Zieht beispielsweise ein Student in ein Apartment, so ist es häufig üblich, dass die Eltern eine Bürgschaft für die Kaution und darüber hinaus gehende Mietausfallrisiken übernehmen.

Außerdem besteht für Mieter die Möglichkeit einer privaten Bürgschaftsversicherung. Hiervon raten Finanzexperten wegen der recht hohen Gebühren ab. Ohnehin muss der Vermieter einer gesonderten Bürgschaft als Mietsicherheit zustimmen. Er kann selbst eine Alternative anbieten, wenn ein Mieter nicht den vollen Kautionsbetrag auf einmal zahlen kann. Die Kaution darf durchaus in mehreren Raten gezahlt werden; bei drei Nettokaltmieten wären dann drei Raten aufzubringen. Die erste Rate ist immer zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.