Ein fester Bestandteil der modernen Arbeitswelt ist die Flexibilität des Arbeitsorts. Internet und Digitalisierung haben auch die Mobilität im Arbeitsalltag erhöht, sodass viele Bürojobs nun nicht mehr auf einen festen Arbeitsplatz fixiert sind, sondern Beschäftigte ihre Tätigkeit auch an ganz anderen Orten erledigen können, sei es unterwegs, im Café – oder von zu Hause aus.

Der Begriff „Homeoffice“ ist in der Arbeitswelt kaum mehr wegzudenken, so weit verbreitet und so beliebt ist die flexible Heimarbeit inzwischen. Kein Wunder, schließlich trägt das Homeoffice enorm zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beziehungsweise Arbeits- und Privatalltag bei (und der eingesparte Arbeitsweg ist als Vorteil sicher auch nicht zu verachten). 2018 haben einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom zufolge 39 Prozent der deutschen Unternehmen Homeoffice-Regelungen angeboten, vier Jahre zuvor waren es gerade einmal 20 Prozent.

Die Nachfrage wächst also, und die Firmen werden bezüglich Homeoffice immer offener. Aber was muss eigentlich beachtet werden, wenn man sich zu Hause einen Arbeitsplatz einrichtet? Und wie kann man diesen so gestalten, dass man trotz ungewohnter Arbeitsumgebung möglichst konzentriert bei der Sache ist?

Arbeits- und Datenschutz gelten auch zu Hause

Bezüglich des Arbeitsschutzes gelten im Homeoffice zwar nicht dieselben strikten Regelungen wie im Büro. Dennoch sind am Heimarbeitsplatz das Arbeitsschutzgesetz und die Arbeitsstättenverordnung zu beachten – das heißt, dass die Gesundheit von Beschäftigten auch im Homeoffice nicht gefährdet werden darf. Wenn regelmäßig von zu Hause aus gearbeitet wird, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass der Arbeitsplatz im Homeoffice für die zu erledigende Tätigkeit geeignet ist. Arbeitgeber halten im Arbeitsvertrag oft eine Zugangserlaubnis fest, um eine Risikoüberprüfung des Heimarbeitsplatzes durchführen zu dürfen.

Datenschutz ist ebenfalls ein Punkt, der im Homeoffice beachtet werden muss. Sensible Unterlagen sollte man zu Hause genauso wenig herumliegen lassen wie sensible Daten auf dem privaten Computer. Im Idealfall stellt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter sowieso beispielsweise einen Laptop, mit dem er im Homeoffice arbeiten kann. So lässt sich der nötige Datenschutz deutlich einfacher gewährleisten.

Schreib- statt Küchentisch, Jeans statt Schlafanzugshose

Auch wenn die arbeits- und datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden, muss das allerdings noch nicht unbedingt heißen, dass der heimische Arbeitsplatz ein guter Ort zum Arbeiten ist. Manchen fällt die Umstellung schwer, schließlich arbeiten sie nicht in ihrem gewohnten Umfeld, sondern im eigenen Zuhause, das man statt mit seinem Job üblicherweise mit Entspannung und Familie verbindet.

Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, eher nicht am Küchentisch, sondern in einem eigens dafür eingerichteten Bereich zu arbeiten; am besten in einem Arbeitszimmer, zumindest aber sollte man sich irgendeine Ecke in der Wohnung speziell dafür herrichten. Der Schreibtischstuhl sollte von guter Qualität sein, schließlich sitzt man auch im Homeoffice einen großen Teil des Tages darauf. Möglichkeiten zur Ordnung beispielsweise von Unterlagen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen – die Einrichtung sollte im Büro wie im Homeoffice darauf ausgerichtet sein, effektiv arbeiten zu können.

Beim Outfit orientiert man sich übrigens besser an seinem Büro-Dress, statt den ganzen Tag im Schlafanzug zu arbeiten. Letzterer mag zwar bequemer sein, aber in den Arbeitsmodus kommt man damit nur schwerlich.