Smarte Technologien machen DIE eigenen vier Wände zu „Smart Homes“. Zu intelligenten Wohnräumen, deren Geräte aufgrund von smarter Technik miteinander vernetzt sind und das Leben erleichtern. Ein smartes Zuhause trägt zu mehr Sicherheit und Energieersparnis bei sowie auch zu mehr oder weniger luxuriösen Komfort.

Einen Großteil des Haushalts per App erledigen

Die meisten Handgriffe im Haushalt lassen sich mittlerweile per App am Smartphone auch von der Ferne, durch Spracheingabe, per Funk oder durch Bedienung von Tasten erledigen. So kann man von unterwegs per App die Badewanne mit Wasser volllaufen lassen und die Waschmaschine einschalten. Licht- und Heizungssteuerung sind gängige Smart-Home-Lösungen. Es gibt auch intelligente Heiz-Systeme, die reagieren, wenn der Schlüssel in das Türschloss fällt. Und das Licht im Flur kann genauso automatisch angehen wie das Nacht- oder Morgenlicht am Nachtkästchen, und Saugroboter fegen die Wohnung sauber.

Es gibt sogar intelligente Kühlschränke. Diese wittern sogar Vorräte mit Ablaufdatum in ihren frostigen Etagen. Charmanter Weise übernehmen sie dann automatisch eine Ergänzung der abgelaufenen Lebensmittel auf einer neuen digitalen Einkaufsliste. Für das Entsorgen der abgelaufenen Speisereste aber bleiben wir selbst noch smart genug.

Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die smarteste im Land?

Auch die imm cologne 2020 zu Beginn dieses Jahres widmete sich dem Thema Smart Home. In den Kölner Messehallen konnten Besucher Eindrücke von Innovationen für die Entwicklung im Segment Smart Home und seiner Weiterentwicklung gewinnen. Neue Lichtkonzepte und LED-Lampen für den Garten- oder Terrassenbereich waren ausgestellt. Oder auch Lichtkonzepte für den Schlaf- und Wohnraum, die sich per App bedienen lassen und sich den Licht-Bedürfnissen der Bewohner anpassen. Es gibt sogar Arbeits- und Schreibplätze, die per Steuerung einfach von der Zimmerdecke segeln, gesehen im Portfolio des Unternehmens Nolex.

Und Mues-Tec beispielsweise präsentierte seinen „Smart Mirror“: Mit einem beschichteten Touchscreen, Mikrofon und Kamera agiert das Spieglein an der Badezimmerwand wie ein Computer. Der Smart Mirror vermeldet Nachrichten aus aller Welt, während man in den Tag startet, oder verlautbart die Wetterprognose für den nächsten Tag.  

Smarter leben mit einem Home Care Robot 

Medisana zeigte den The Home Care Robot. Ein nicht vermenschlichter Roboter, der autonom durch die Wohnung kurvt, durch Sprachsteuerung und Videotelefonie leicht Kontakt zu Familie und Freunden hält oder einen Notfall meldet. Angehörige können per Fernsteuerung sogar nach dem Rechten sehen. Eine integrierte App übernimmt die Gesundheitskontrolle und erinnert an die Einnahme von Medikamenten oder Blutdruck-Messungen.

Auch die Frankfurter Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik light + building 2020 steht kurz bevor. Man darf gespannt sein, welche Neuheiten im Bereich intelligenter Haus- und Gebäudetechnik rund 2.700 Aussteller von 8. bis 13. März 2020 in den Messehallen präsentieren werden.

Smart Home – mehr Sicherheit für ältere Menschen

Smarte Technik kann älteren und alleinstehenden Senioren in ihrem Alltag behilflich sein, für mehr Sicherheit sorgen und selbstständiges Wohnen zukünftig erleichtern. Auch in Bestandsimmobilien lassen sich viele smarte Lösungen einbauen, die nicht unbedingt nur per Smartphone oder Tablet zu betätigen sind. Auch funkbasierte, über die Stromleitung aktivierte oder Tastensysteme an der Wand stellen smarte Sicherheitsmaßnahmen dar.

Smarte Helfer im Alltag erhöhen das Sicherheitsbedürfnis

Hausnotruf-Systeme, die an den Strom angeschlossen sind, können in Notfällen per Knopfdruck ein Hilfe-Signal an die Notrufzentrale abgeben. Andere Sensoren, Rauchmelder oder Wassermelder, reagieren bei Rauchgasen oder laufendem Wasser im Wohnraum. Smarte Techniken geben ein Tonsignal, wenn die Fenster nicht geschlossen oder elektrische Geräte wie der Herd noch nicht abgeschaltet sind, und Assistenzsysteme können auch an die Einnahme von Medikamenten erinnern.

Bewegungsmelder oder Überwachungskameras schützen vor Einbrechern, und automatisches Licht geht an, ohne einen Schalter zu bedienen.

Sturzsensoren auf dem Fußboden beispielsweise geben Unfälle an die Notrufzentrale weiter. Ist die Telefonie zudem in das System integriert, können Betroffene sofort mit der Zentrale sprechen und sind mit ihrer Angst nicht mehr alleine.

Je nach Kombination können mit smarten Technologien verschiedene Sicherheitsszenarien erreicht oder erweitert werden. In gängigen Elektrofachmärkten gibt es Do-it-yourself-Lösungen. Experten und ausgewiesene Fachhändler beraten vor Ort zu Smart-Lösungen im Wohnbereich mit oder ohne Smartphone.