Mit dem Hausgeld zahlen Wohnungseigentümer monatlich eine bestimmte Summe an die Eigentümergemeinschaft. Aus diesem Topf sollen die für das Haus als Ganzes anfallenden Kosten abgedeckt werden. Allerdings müssen die Eigentümer die Kosten und Lasten, wie es im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) heißt, nicht alleine tragen, sondern können bei Vermietung einige Aufwendungen auf den Mieter umlegen. Die umlagefähigen Bestandteile des Hausgeldes sind in der Betriebskostenverordnung aufgelistet. Dazu gehören Kosten für die Wasserversorgung, die Entwässerung, die Heizung, das Warmwasser, falls vorhanden für den Aufzug, die Straßenreinigung und Müllbeseitigung, die Gebäudereinigung und Schädlingsbekämpfung, die Gartenpflege, die Beleuchtung, den Schornsteinfeger, den Hauswart, den Kabel- und Antennenanschluss und Sach- sowie Haftpflichtschutzversicherungen gegen Feuer, Sturm, Wasser und sonstige Elementarschäden. Ist im Haus ein gemeinschaftlicher Waschkeller vorhanden, so können auch diese Kosten dem Mieter auferlegt werden.

Der Mieter muss nicht alles zahlen

Die laufenden Instandhaltungskosten und die Instandhaltungsrücklage sowie alle anfallenden Verwaltungskosten sind dagegen immer vom Vermieter zu tragen. Dazu zählen auch die Kapitalertragssteuer und die Kontoführungsgebühren. Die Kosten für Vorratskäufe, beispielsweise Heizöl, Kosten für die Verkehrssicherung der Zufahrten und gemeinschaftliche Wege sowie kommunale Beiträge, beispielsweise Anliegerbeiträge für Straßen, sind ebenfalls Sache des Vermieters.

Rein rechtlich ist der Vermieter für die Kostenübernahme verantwortlich. Will er umlagefähige Betriebskosten dem Mieter ganz oder teilweise in Rechnung stellen, muss es eine explizite Regelung im Mietvertrag geben.

Kosten und Lasten senken – Hausgeld von der Steuer absetzen

Es können zwar nicht alle Kosten auf den Mieter umgelegt werden, für den Eigentümer gibt es jedoch an anderer Stelle Einsparpotenziale. Einige Hausgeldzahlungen können nämlich als Werbungskosten am Ende des Jahres von der Steuer abgesetzt werden. So können jährlich bis zu 1.200 Euro Handwerkerkosten geltend gemacht werden. Instandhaltungskosten können ebenfalls bis zu einem gewissen Maß von der Steuer abgesetzt werden. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass die Ausgaben auch tatsächlich für diesen Zweck aufgewendet wurden. Instandhaltungsrücklagen, die lediglich als Absicherung der Eigentümergemeinschaft dienen, können also erst dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn tatsächlich Instandhaltungsmaßnahmen in Auftrag gegeben wurden.