Nach Angaben des Copernicus-Dienstes der Europäischen Union zur Überwachung des Klimawandels war der Juli dieses Jahres weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Messaufzeichnungen.

Die hohen Temperaturen heizen auch die Häuser und ihre Wohnräume auf. Eine angenehme Abkühlung über Nacht ist in vielen und vor allem dicht bebauten oder schlecht isolierten Gebäuden oft nicht zu erreichen.

Ein Ende der global steigenden Temperaturen und Hitzeperioden vor allem während der Sommermonate sind auch in der gemäßigten Klimazone Deutschlands nicht zu erwarten. Der Anstieg der Innentemperaturen ist somit eine oft unangenehme bis manchmal unerträgliche Konsequenz. Wenn draußen 30 Grad Celsius vorherrschen, suchen viele von uns den Rückzug in die eigenen vier – kühlen! – Wände.

Laut Umweltbundesamt sind nur ungefähr ein bis zwei Prozent der Wohnfläche gekühlt. Angesichts der steigenden Temperaturskalen rücken laut Klimaanlagen-Hersteller neben althergebrachten, einfachen Ventilatoren derzeit auch mobile Klimaanlagen verstärkt ins Visier von Wohnungsbesitzern.

Diese mobilen und festen Klimaanlagen gibt es

Einfache mobile Klimaanlagen gibt es auch in Bau- und Elektronikmärkten sowie im Internet als mobile Monoblock- oder Splitgeräte zu kaufen. Erstere sind einteilig und mit einem Abluftschlauch versehen, der die warme Luft nach Außen leitet. Für die Inbetriebnahme genügen eine Steckdose und die Nähe eines Fensters oder Balkons für den Abluftschlauch.

Bei den zweiteiligen Splitgeräten bedarf es einer Außenfläche für die Montage des Kompressors. Dafür müssen jedoch bei dem Wohnungseigentümer oder im Falle eines denkmalgeschützten Hauses das Denkmalschutzamt um Zustimmung gebeten werden.

Feste Klimaanlagen kosten wesentlich mehr als mobile Monoblock- oder Splitgeräte und müssen als Multi-Splitgeräte für ein angenehmes Wohnklima in mehreren Räumen mit Innen- und Außenteilen fachmännisch installiert werden.

Mobile Klimageräte im Lebens- und Arbeitsumfeld

Klimaanlagen sollen die Raumtemperatur drosseln und angenehme Lebens- und Arbeitsumstände sorgen. Oft erzielen sie nicht die erwünschte Abkühlung, wenn beispielsweise durch die Öffnung für den Schlauch warme Luft wieder ins Innere dringt. Oder aber die Abkühlung wie bei Monoblockgeräten nur für eine kleine Raumgröße reicht, nicht aber für die gesamte Wohnfläche, sodass ein insgesamt unausgewogenes Wohnklima vorherrschend bleibt. In diesem Falle wäre ratsam, das Klimagerät lediglich nach Bedarf und zum Vorkühlen zu nutzen wie zum Beispiel im Schlaf- oder Arbeitszimmer.

Die immense Lautstärke des Anlage-Kompressors, der bei zweiteiligen Splitgeräten zwar im Außenbereich montiert, möglicherweise aber von den Nachbarn als störend aufgenommen wird, wir oft als störend empfunden.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Klimaanlagen sehr viel Energie benötigen und zumeist als Stromfresser mit erheblicher Umweltbelastung bezeichnet werden. Ventilatoren hingegen sind wesentlich stromsparender. Laut Umweltbundesamt belasten Klimaanlagen, die nach dem Kompressionsprinzip funktionieren, neben den indirekten CO2-Emissionen auch mit treibhauswirksamen Kälteemissionen das Klima.

Ein Klimagerät kann in Spitzenzeiten kurzzeitig Abhilfe – Abkühlung – erreichen. Bei der Anschaffung sollte man unbedingt das Energielabel beachten, das Energieeffizienzklassen von A bis D, für die Geräteeffizienz, den Energieverbrauch in Kilowattstunden, die Geräuschentwicklung in Dezibel und den Gerätetyp angibt. Laut Verbraucherzentrale ist auch die Kühlleistung für die optimale Klimatisierung entscheidend. Um diese ermitteln kommt es auf die Beschaffenheit des Wohnraumes an. Demnach ist eine Beratung durch einen Fachmann empfehlenswert.

Um Hitze im Lebensumfeld bestmöglich zu reduzieren und zu versuchen, mit den vorherrschenden Temperaturen möglichst erträglich zu leben und zu arbeiten, die Wohnräume trotz Hitze und ohne Klimaanlage kühl zu halten, hält die Deutsche Energie-Agentur (dena) folgende Ratschläge parat.

Tipps zur natürlichen Kühlung der Wohnräume

Rollläden, Markisen, Jalousien, Blendschutz an den Innenseiten der Fenster und Vorhänge verhindern das Eindringen der Sonnenstrahlen. Und damit der Hitze.

Ist ein Haus gut gedämmt oder mit soliden Mauern ausgestattet, dann schützt es im Winter besser vor Kälte, im Sommer dementsprechend gut vor Hitze.

Generell empfiehlt sich bei hohen Außentemperaturen, Fenster und Türen so lange wie möglich geschlossen zu halten, um die Hitze in den Wohnräumen erst gar nicht ihres Amtes walten zu lassen, und nur bei niedrigeren Temperaturen in den Morgen- und späten Abendstunden intensiv zu lüften.