Gute Neuigkeiten für Hauseigentümer: Wer seine veraltete Heizungsanlage modernisieren möchte, kann seit dem 1. Januar 2016 mit Zinsverbilligungen und -zuschüssen rechnen. Die KfW-Bank hat zum Jahresanfang ihr Förderprogramm für energieeffiziente Gebäudesanierungen erweitert und unterstützt Hauseigentümer damit nun umfassender bei Renovierungsmaßnahmen. Lüftungsanlagen wurden zusätzlich in den Förderkatalog aufgenommen. Das aktuelle Programm besteht im Wesentlichen aus den bereits im Rahmen der Energiewende angedachten steuerlichen Anreizen zum Klimaschutz und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes von Heizungssystemen. Auch Wohnungseigentümer in Mehrparteienhäusern können davon profitieren.

12,5 Prozent Tilgungs- oder 15 Prozent Investitionszuschuss

Insgesamt stellt das Bundeswirtschaftsministerium für das neue „Anreizprogramm Energieeffizienz“ in den kommenden drei Jahren jährlich 165 Millionen Euro für Umbaumaßnahmen zur Verfügung. Ziel sei es, „die Einsparpotenziale im Heizungskeller“ zu erhöhen, so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Bezuschusst wird daher insbesondere eine Erneuerung der Heizungsanlage. Hauseigentümer, die eine solche Einzelmaßnahme vornehmen, können mit einem Investitionszuschuss von zehn Prozent – maximal 5.000 Euro – der förderfähigen Kosten von 50.000 Euro pro Wohneinheit rechnen. Es lohnt sich also, eine solche Entscheidung im Rahmen der Eigentümerversammlung anzuregen.

Neben den Einzelmaßnahmen werden erstmals auch sogenannte Kombinationslösungen staatlich gefördert. Dies beinhaltet den Umstieg von einer traditionellen Heizung, bei der etwa 62 Prozent der Energie als Abwärme verloren geht, auf eine effizientere Variante. Die bisher beliebteste Alternative ist eine „Kraft-Wärme-Kopplung“. Bei dieser Methode wird mechanisch mit einem benzin- oder erdgasbetriebenen Motor geheizt. Die Bewegungsenergie, die der Motor erzeugt, wandelt sich in Wärme um, die gezielt dorthin geleitet wird, wo sie im Haus gerade am meisten gebraucht wird. Damit spart der Verbraucher bis zu 30 Prozent an Energiekosten. Diese Umstellung wird als „Heizungspaket“ stärker gefördert als Einzelmaßnahmen. Kreditnehmer, die ihr Heizungssystem komplett umstellen, erhalten laut KfW-Bank mit ihrem Darlehen einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent – maximal 6.250 Euro – auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit. Alternativ werden auch Wohnungseigentümergemeinschaften, die sich dafür entscheiden, eine entsprechende Sanierungen mit eigenen Mitteln zu finanzieren, mit einem Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50.000 Euro pro Wohneinheit – maximal 7.500 Euro – unterstützt. Doch nicht nur die Heizungsmodernisierung lohnt sich.

Unterstützung bei der Modernisierung von Lüftungsanlagen

Neben der Optimierung der Heizungsanlage wird auch die Erneuerung einer Lüftungsanlage von der KfW gefördert. Auf diese Weise können Bauherren die Bildung von Schimmelpilzen verhindern und für ein besseres Raumklima sorgen. Entscheiden sich Hausbesitzer für das „Lüftungspaket“, das zusätzlich zur modernen Lüftungsanlage auch mindestens eine Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle vorsieht, werden sie im gleichen Maße wie beim „Heizungspaket“ unterstützt.