Schon lange gilt die Feuerwerkstradition zu Silvester als öffentliches Spektakel und augenscheinliches Vergnügen.  „Alle Jahre wieder“ kracht es und so bestimmt auch zu Silvester 2019/2020.  

Kurz vor dem Beginn des neuen Jahres setzt auch der Verkauf von Böllern, Feuerwerkskörpern, Raketen und anderen pyrotechnischen Gegenständen für die traditionellen Silvesterfeuerwerke um Mitternacht ein.

Knallerbsen und Raketen – Schön, aber auch laut, umweltbelastend und gefährlich

Feuerwerke sind immer wieder ein schöner Ausdruck von Feierlichkeit, und der Jahreswechsel gibt Grund zum Feiern. Leider verursachen sie auch Schmutz, der mitunter tagelang in den Straßen liegenbleibt. Der Feuerwerkslärm kann auf Tiere oder ältere Menschen störend bis unerträglich wirken. Zündet man Feuerwerkskörper und Böller nicht ordnungsgemäß, sind damit auch Verletzungsgefahren verbunden. In jedem neuen Jahr berichten Medien immer wieder über unzählige leichte bis gar schwere Verletzungen, die mit der unsachgemäßen Verwendung von Raketen, Böllern, Knallteufeln, Feuerwerksbatterien und technischen Feuerwerkskörpern in Verbindung stehen.

Feinstaubbelastung wird durch Feuerwerke erhöht

Da in einigen deutschen Städten die Belastung durch Feinstaub hoch ist, hat die deutsche Umwelthilfe (DHU) in diesem Jahr dazu angeregt, der Umwelt zuliebe auf Böller und andere Feuerwerksartikel entweder zu verzichten, umweltverträglichere Feuerwerkskörper ohne Schwarzpulver oder alternativ Laser- wie Lichtshows zu veranstalten.

Feuerwerke sind in Teilen der deutschen Innenstädte verboten

Angeregt durch diese Appellation sprechen daher viele iele Groß- sowie Kleinstädte Verbote für Feuerwerke in bestimmten Stadtteilen aus. Wegen der einhergehenden Umweltbelastung aber auch aus Sicherheitsgründen. So dürfen in der Silvesternacht von 2019 auf 2020 in Berlin auf der Partymeile Brandenburger Tor, im nördlichen Teil des Alexanderplatzes und der Pallastraße in Schöneberg keine Böller oder Raketen gezündet werden. Auch Großstädte wie Dortmund, Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Köln oder Frankfurt am Main erhöhen die Sicherheitsvorkehrungen und verschärfen Polizeikontrollen in den Innenstädten, wo mancherorts auch großräumiges Böllerverbot vorherrscht.

Die bundesweit geltende Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz sieht im Übrigen das Verbot von Feuerwerken in der Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheime, Kirchen und Fachwerkhäusern vor.

Private Knallereien auf Balkon und Terrasse

Balkone und Terrassen sind keine geeigneten Plätze zum Abfeuern von Feuerwerkskörpern. Die Brand- und Verletzungsgefahr ist schlichtweg zu groß. Laut berlin.de dürfen nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Mitte keine Raketen auf dem Balkon oder der Terrasse angezündet werden. Feuerwerkskörper müssen auf geeigneten, freien Plätzen gezündet werden, damit einzukalkulierende Fehlschläge keinen Schaden in der eigenen und Nachbarswohnung sowie an den Außenfassaden anrichten können. Angesichts möglicher Fehlschläge empfiehlt es sich daher, die Fenster und Dachkippen in der Silvesternacht geschlossen zu halten, um Wohnräume oder Dachböden vor einer Brandgefahr zu schützen.

Tipps zum richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern

Die Berliner Feuerwehr hat auf ihrer Website berliner-feuerwehr.de Empfehlungen und Tipps für den sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern parat. Damit die beliebte Knallerei nicht zur Gefahrenquelle wird und uns alle vergnüglich und unbeschadet ins Neue Jahr begleitet. „Knallen“ Sie sicher ins Jahr 2020. Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch dorthin.