In den vergangenen Jahren sind die Kaufpreise für Wohnungen in den Innenstädten stark gestiegen. Durch diese Preisentwicklung können sich Familien mit mittleren Einkommen oft keine geeignete Eigentumswohnung mehr leisten. Die Lösung für dieses Problem kann daher eine Wohnung am Stadtrand sein. Häufig gibt es dort noch günstige Grundstücke, die einen Bruchteil von dem kosten, was in den Zentren gezahlt werden muss. Insofern sinken auch die Gesamtkosen bei einer Eigentumswohnung. Doch was gilt es gerade bei einem Kauf zu beachten und welche Vorteile ergeben sich für Käufer?

Wohnqualität als wesentlicher Faktor

Beispielsweise in Berlin haben sich die Immobilienumsätze gegenüber 2006 sogar verdreifacht. Trotzdem sind Immobilien in der Hauptstadt im bundesweiten Vergleich noch erschwinglich. Da das Lohnniveau deutlich unter dem von München oder Düsseldorf liegt, führt es dazu, dass sich mancher Berliner eine eigentlich zu kleine Wohnung kauft. Je weiter es an den Stadtrand geht, umso entspannter wird die Lage. Dort bekommen Käufer mehr Platz für ihr Geld, sodass auch der Wohlfühlfaktor stärker im Vordergrund steht. Des Weiteren ist es im Umland häufig leichter, eine Wohnung zu finden. Doch auch darüber hinaus gibt es genug gute Gründe bei der Wohnungssuche auch den sogenannten Speckgürtel miteinzubeziehen.

Anders als innerstädtische Lagen bietet der Stadtrand eindeutig mehr Ruhe. So trifft Großstadtatmosphäre auf zahlreiche Grünflächen, Naherholungsanlagen oder auch Seen. Zudem gibt es für Kinder meist noch freie Kitaplätze und die Schulen sind nicht so überlaufen wie in den Innenstädten. In den Straßen kommt es seltener zu Staus. Zugleich ist ein hoher Zulauf auf die Randlagen sich unter anderem daran zu erkennen, dass die

Bevölkerung dort innerhalb von vier Jahren um 5,6 Prozent gestiegen ist. Aus ebendiesen Gründen ist die Nachfrage im Umland entsprechend stark, insgesamt wurden dort 27.000 neue Wohnungen in den vergangenen Jahren gebaut.

Infrastrukturangebote sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden

Bevor man sich jedoch für eine Eigentumswohnung am Stadtrand entscheidet, sollte auf die entsprechende Infrastruktur geachtet werden. Die Entfernungen zum nächsten Supermarkt, Bäcker, Arzt oder Kindergarten können zum Teil stark variieren. Nicht weniger wichtig ist die Anbindung ans öffentliche Nahverkehrsnetz. Zwar ist am Stadtrand oftmals eine gute Anbindung gegeben, dennoch sollte da darauf geachtet, ob diese auch auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Wer beispielsweise mit der Bahn in die Innenstadt pendeln muss, für den kann ein umständlicher Weg zum nächsten Bahnhof oder eine schlechte Verkehrsanbindung im Winter den Wohlfühlfaktor schnell sinken lassen. Auch zunächst nebensächlich erscheinende Aspekte sollten daher bei der Suche nach einem neuen Eigenheim unbedingt berücksichtigt werden.