Sie lieben den Anblick von Blumen und Grünpflanzen, verzichten aber im eigenen Wohnbereich lieber darauf, weil sich Ihr grüner Daumen bis dato noch nicht gezeigt hat? Dem kann Abhilfe geschaffen werden. Es gibt einige Pflanzen, die als besonders pflegeleicht gelten und für Anfänger in Sachen grünes Wohnklima geeignet sind.

Der Bogenhanf (Sansevieria) gilt als pflegeleichte, weil wenig Wasser brauchende Pflanze für die eigenen vier Wände. Während der dunklen Wintermonate benötigt die Wüstenpflanze sogar noch weniger Wasser als in der hellen Sommerzeit. Der Bogenhanf aus der Familie der Spargelgewächse ist eine robuste Pflanze und wird im Übrigen auch als Schwiegermutterzunge bezeichnet, was auf seine langen, spitzen Blätter zurückzuführen ist. Kaum eine andere Pflanze präsentiert sich – trotz des Spitznamens – so komfortabel für alle, die ab und an mal vergessen, ihre Grünlinge auch zu wässern.

Sie hat keinen Stamm, wächst in Gruppen, ihre Blätter sind breit, dick und stachelig – Die Aloe Vera-Pflanze aus dem tropischen und afrikanischen Raum. Ihr Gel aus den Blättern wird auch für medizinische oder kosmetische Zwecke verwendet. Sie darf als perfekter Kompagnon für alle bisherigen Grünpflanzen-Verweigerer betrachtet werden. Ihre Blätter sollten nicht nass werden. Als Tropenpflanze liebt sie helle, warme Standorte und benötigt nur wenig Wasser.

Beim Jadestrauch handelt es sich wie bei der Aloe Vera um eine sukkulente Pflanze und demgemäß Wasser in ihren Blättern speichert. Wie gut zu wissen! Denn auch diese Blume, die unter anderem als Elefantenbaum bezeichnet wird, favorisiert Trockenheit. Auf das Gießen darf also durchaus einmal vergessen werden.

Auch der Gummibaum (Ficus elastica) mit seinen immergrünen Blättern macht sich unter Einsteigern in die Liga der grünen Daumen hervorragend. Trotz seiner vielen Blätter und einer möglichen Höhe von zwei Metern verzeiht der Gummibaum Pflegefehler. Er wird nur mäßig und erst gegossen, wenn die erdige Topfoberfläche trocken scheint.

Mit ihrer frisch-grünen Optik sorgen Pflanzen für gute Laune und heben die Stimmung. Zudem gibt es einige Pflanzen, die das Raumklima verbessern, Schadstoffe absorbieren und dadurch für frische Luft sorgen. Untersuchungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa bestätigen die wohltuende Wirkung von Pflanzen in Wohnräumen. Sie zeichnen als Sauerstoffspender, Schadstofffilter und sogar Schalldämpfer verantwortlich, wie die Nasa in Zusammenarbeit mit Associated Landscape Contractors of America (ALCA) im Rahmen der Clean Air Study herausgefunden hat.

Die Ergebnisse dieser Studie leiten zur Erkenntnis, dass gewisse Zimmerpflanzen sogar giftige Substanzen wie Formaldehyd oder Benzol filtern können. Der Studie zufolge entfernt Englischer Efeu (Hedera helix) neben Benzol und Formaldehyd auch Trichlorethylen und Xylol wie Toluol. Dieser „Luftfilter“ wächst auch in heimischen Gefilden und ist bei uns als gemeiner Efeu besser bekannt. Vorsicht für alle Tierhalter. Englischer Efeu ist für Haustiere giftig!

Die Buntschlangenpflanze besitzt die gleiche Wirkung wie der gemeine Efeu und darf gleichsam als natürlicher Luftreiniger verstanden werden. Als weitere „Super-Filter-Pflanzen“ gilt auch die ursprünglich mittelamerikanische Bambuspalme. Ebenso die weit in die Breite verzweigte Zwergdattelpalme, die in hellen Räumen mit viel Wasser bestens gedeiht, die südafrikanische Grünlilie, der aufgrund ihrer Beliebtheit in Büroräumlichkeiten der reizende Name „Beamtenpalme“ anhaftet.

Die Grünlilie (Chlorophytum elatum) zum Beispiel hat es auf den Gehalt des Formaldehyds abgesehen und beseitigt diesen hervorragend. Farnarten, Drachenbäume (Dracaena Marginata) oder auch der Bogenhanf, der sich mit weniger Wasser zufrieden gibt (siehe oben), zählen zu den Stars der grünen Klimaverbesserer, Luftreiniger und Schadstoffbeseitiger.

Die Kentia-Palme zählt zu den begehrten Zimmerpflanzen. Auch sie wird in der Clean Air Studie erwähnt. Sie gilt als besonders pflegeleicht und ist damit hervorragend für jene geeignet, die sich gerade erst mit der Idee des grünen Wohnens auseinander setzen. Mit Kentia-Palmen (Howea), die uns auch in einigen Einrichtungshäusern angeboten werden, oder Aloe Vera, die Formaldehyd aufnimmt und wenig Wasser benötigt, ließe es sich mit pflegeleichten wie gesunden Pflanzen ganz gut auf ein grün-gesundes Miteinander einstimmen.

ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/19930073077.pdf