Modeerscheinungen machen vor keinem Garten Halt. Die Welt der Gärten ist einem grünen wie blütenreichen Wandel unterzogen. Die Gartensaison 2019 hat bereits begonnen. Daher wollen wir auf Trends in den heimischen Gärten blicken.

Die Gartentrends 2019 eröffnen uns vielfältige Möglichkeiten für die Gestaltung einer eigenen Oase. Während die Gartenarchitektur der 1960er-Jahre von Waschbetonplatten, Jägerzäunen oder Hollywoodschaukeln geprägt ist, grünt es seit Beginn der 1990er-Jahre besonders naturnahe in den deutschen Gärten. Dieser Gartentrend des „New German Style“ hält sich auch im 21. Jahrhundert.

Naturnähe – Ein steter Gartentrend

In Zeiten des Klimawandels mit einhergehend steigendem Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeitsdenken setzen sich naturnahe Gärten stark durch. Damit ist kein ungepflegter und sich selbst überlassener Garten gemeint. Dahinter steht ein dem Zeitgeist geschuldetes Konzept, das nachhaltig, umweltschonend sowie bewusst natürlich gewählt ist. Naturnähe meint vorwiegend das Setzen heimischer Pflanzen, die wie Wildstauden oder Gräser praktisch, ausdauernd und pflegeleicht sind.

Merkmale eines naturnahen Gartens sind auch natürliche Zäune aus Kletterpflanzen oder Rosenhecken, die eine Grundstücksgrenze auf harmonische Weise markieren. Heimische Materialien wie Holz oder Naturstein gewinnen zusehends an Raum und fügen sich optisch gut in den Garten ein. Obstbäume unterstreichen nicht nur während ihrer Blütezeit die Schönheit eines Gartens. Sie bringen Früchte, ziehen Bienen an und sind ein Kletterparadies für Kinder. Heimische und einmal gesetzte Blumenarten wachsen in jedem Jahr wieder, und Wildsträucher dienen als Nistplatz und Futterquelle für Vögel und Insekten. Der Gestaltung eines Naturgartens sind kaum Grenzen gesetzt. Hoch- und vertikale Beete, nachhaltiges Düngen, Wasserstellen für Tiere und bienenfreundliche Gärten sind ebenso Ausdruck eines modernen Naturgartens.

Die Distel – Staude des Jahres 2019 

Der Klimawandel macht sich mit Hitzeperioden und extremen Wetterbedingungen in den Gärten bemerkbar. Die Distel, die in vielen Arten und Gattungen erhältlich ist, wurde nicht umsonst vom Bund Deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2019 gewählt. Die stachelige Pflanzengruppe zeichnet sich durch Robustheit aus, verträgt Hitze und längere Trockenphasen. Die pflegeleichte Staude blüht den ganzen Sommer hindurch und ist gegenüber Schnecken unempfindlich. Die außergewöhnlichen Blüten dieser Sorte werden von Bienen und Faltern besonders geliebt, daher ist die Distel für das Ökosystem sehr nützlich. Disteln bieten sowohl einzeln als auch in Gruppen einen Blickfang in naturnahen wie modern gestalteten Gärten, auf die viele Gartengestalter nicht verzichten wollen. Wer sich zudem noch Beerensträucher im Garten setzt, züchtet sich sein eigenes Superfood.

Bienenfreundliche Gartentrends

Disteln locken auch Bienen an. Es gibt jedoch weitere bienenfreundliche Pflanzen, die Gärtner in der Gartengestaltung berücksichtigen, um dem Bienensterben entgegenzuwirken. Bienenfreundliche Pflanzen sind ein persönlicher Beitrag zum Ökosystem, sie unterstützen auch Insekten wie Hummeln oder Schmetterlinge. Die Rose erlebt in diesem Jahr in der Gartengestaltung ein Comeback. Als Königin der Blumen ist sie für Bienen sehr wichtig und immer ein Blickfang. Zu den bienenfreundlichen Pflanzen zählen auch Himbeer- und Brombeersträucher, Kornblumen, Klee, Gewürze wie Thymian oder Rosmarin, Pfingstrosen oder Löwenzahn. Der Verzicht auf chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfung spielt in einem bienenfreundlichen Garten eine bedeutende Rolle.

Haben auch Sie einen Smart Garden?

Smart Gardening als eines der großen Themen hält immer mehr Einzug in unsere Gartenwelt. Es erleichtert die Gartenarbeit, wenn ein „intelligenter“, mit Smart Technologie ausgestatteter und „programmierter“ Garten einiges an Routinearbeiten wie zum Beispiel das Rasenmähen erspart. Rasen- oder Mähroboter sind beliebte smarte Geräte, die fleißig über den Rasen tuckern und das Gras mähen. Wie automatische Bewässerungssysteme haben sie sich bereits durchgesetzt. Per App bedienbare Rasensprenger sorgen für ausreichend Wasserzufuhr, smarte Outdoor-Lampen erhellen den Gartenbereich und smarte Blumentöpfe erledigen kleine Gießarbeiten ganz automatisch. Smart Gardening verbreitet sich, nimmt uns viel Arbeit ab und spart Zeit, die wir im wunderschönen Garten genießen können.

Hochbeet, vertikales Beet oder Kräuterspirale?

Blumenbeete, Kräuter- oder Gewürzbeete haben immer Saison im Garten. Seit Jahren scheint die Begeisterung für den kleinen Garten im Garten ungebrochen. Ein Hochbeet befindet sich in angenehmer, den Rücken schonender Höhe. Ncht nur Kräuter, sondern auch Gewürze oder Schnittblumen zählen zu den auserwählten Pflanzenarten, die weit über der übrigen Rasenhöhe heranwachsen. Wem ein Hochbeet zu viel Platz von der übrigen Gartenfläche einnimmt, könnte sein Pflanzenbeet eventuell an Haus- oder Garagenfassaden anbringen. Ein so genanntes vertikales Beet hat den Vorteil, eine an sich ungenutzte Stelle zudem zu begrünen. Die Kräuterspirale stellt eine weitere Gestaltungsmöglichkeit für den kleinen Gemüsegarten dar. Sie bietet den Vorteil unterschiedlicher Standort- und Lichtverhältnisse für verschiedene Pflanzenarten, die zusammen gruppiert eine wunderbare Gestaltungseinheit im Garten ergeben.

Gartentrend Wasser Träumen auch Sie von einer kleinen blauen Oase im eigenen Garten? Dann sind Sie nicht alleine. Wasser im Garten liegt im Trend, egal ob ein Springbrunnen, Whirl- oder (mobiles) Swimmingpool, eine Solarenergie betriebene Gartendusche oder ein Vogel in der Vogeltränke plätschert. Manche Hausbesitzer entscheiden sich für trendige, umweltschonende Schwimmteiche oder Naturpools, die das Badeerlebnis zu einer Wohltat machen. Beide Wasserwelten werden mit biologisch gereinigtem Wasser ausgestattet und  schonen durch fehlendes Chlor Umwelt wie Badegäste. Das kühle Nass sorgt für Erfrischung und Abkühlung. Die Bandbreite an „Wasserstellen“ im Garten reicht von luxuriös bis zurückhaltend, da lässt sich doch bestimmt etwas einrichten.