Bei Erwerb von Wohneigentum gibt es eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten. Für Immobilienkäufer kann es sich finanziell durchaus lohnen, sich zumindest mit drei besonders wichtigen Varianten vertraut zu vermachen.

Fördermittel der KfW

Bei der KfW werden Käufer von Wohneigentum durch zinsgünstige Darlehen und mit Zuschüssen zur Tilgung gefördert. Zudem unterstützt die staatliche Förderbank bei der energetischen Sanierung sowie dem barrierefreien Umbau einer Immobilie. Unabhängig vom Alter der Erwerbspersonen, die als Privatkäufer eine Immobilie zur Selbstnutzung kaufen, kann ein Kredit aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm bei der jeweiligen Hausbank beantragt werden. Gefördert werden der Kaufpreis einer Immobilie sowie Modernisierungs-, Instandsetzungs-und Umbauarbeiten. Insgesamt wird mit 50.000 Euro gefördert. Die ersten fünf Jahre des Darlehens sind tilgungsfrei. Nach Ablauf dieser Frist werden Zins und Tilgung in monatlichen Raten abbezahlt. Nähere Informationen zu Konditionen und Ablauf erhalten sie bei der KfW.

Fördermittel von Bundesländern, Städten und Gemeinden

Die Bundesländer fördern mit Darlehen und Zuschüssen den Ersterwerb, den Gebrauchtkauf sowie das Modernisieren, Sanieren und die Wohnwertverbesserung. Letztere kann beispielsweise durch einen barrierefreien Umbau, Ausbau oder eine Grundrissänderung geschehen. Einige Bundesländer haben darüber hinaus spezielle Förderprogramme aufgelegt, um Familien und Haushalten mit wenig Einkommen die Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen. Deshalb ist oftmals die Förderung an eine Einkommenshöchstgrenze geknüpft. Zudem wird in vielen Fällen nur dann der Erwerb von Wohneigentum finanziell unterstützt, wenn die Selbstnutzung für mehrere Jahre geplant ist. Üblicherweise wickelt das jeweilige Landesförderinstitut, beispielsweise die Landesbank, die Vergabe von Fördermitteln ab.

Auch über 730 Gemeinden in Deutschland vergeben für Käufer einer Wohnimmobilie Fördermittel. Im Fokus dieser Wohneigentumsförderung stehen vor allem Familien. Viele Kommunen möchten ihre Gemeinde als Wohnort für junge Menschen und Familien attraktiver gestalten. Dementsprechend fördern sie Familien beim Kauf von Immobilien finanziell.

Arbeitgeberdarlehen

Das Arbeitgeberdarlehen wird durch ein Unternehmen an seinen Arbeitnehmer gewährt. Der Arbeitnehmer zahlt das Darlehen im Rahmen einer bestimmten Laufzeit wieder zurück. Der Vorteil im Vergleich zu einem Bankdarlehen sind die besonders zinsgünstigen oder sogar zinsfreien Darlehen, Unternehmen ihren Mitarbeitern in der Regel gewähren. Allerdings ist hier zu beachten, dass eine solche Zinsersparnis als geldwerter Vorteil zählt und damit Steuern und Sozialabgaben darauf fällig werden, sobald sie die dafür geltende Freigrenze überschreitet. Die Tilgungsbeträge werden in der Regel mit dem laufenden Gehaltsanspruch des Arbeitnehmers verrechnet, der auch gleich als Sicherheit gilt. Unverzichtbar ist dabei ein schriftlicher Vertrag, der Höhe, Zweck, Laufzeit, Verzinsung, Rückzahlungs- und Kündigungsmodalitäten festhält. Sollte das Arbeitsverhältnis beendet werden, bevor das Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde, muss der Arbeitgeber die für Darlehen gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist von drei Monaten einhalten.