Feuerschalen liegen wie Feuersäulen und Feuerkörbe im Trend – Gefäße für den Outdoor-Bereich, die faszinierende offene Feuerstellen ermöglichen. Die Nachfrage nach diesen Trend-Accessoires als Pendants zum Kamin im Innenbereich ist groß. Die Herstellerreaktion sind die Weiterentwicklung und Produktion laufend neuer, innovativer Designs. Mit niedriger Stützvorrichtung eignen sich Feuerschalen als Feuerstelle, Licht- und Wärmequelle. Mit höheren Beinen und Rost bieten sie eine hervorragende Grilloption, in Schalen aus Stahl, Edelstahl oder robustem Gusseisen.

Feuerschalen und Feuerstellen in Haus und Garten sind grundsätzlich nicht verboten

Gerade jetzt kommen Feuerschalen – anders als Feuerkörbe mit offenen Streben – in verschieden großer, materialer und stylisher Gestaltung gerne zum Grill-Einsatz. Ihr bester ist ein gesicherter Platz im (eigenen) Garten. Auf Balkonen, Terrassen oder Innenhöfen von Mehrfamilienhäusern sind Feuerschalen grundsätzlich nicht verboten. Damit der Funke aber nicht auf den Nachbarn überspringt, gilt es einiges zu beachten.

Feuerschalen bis zu einem Meter Größe müssen nicht genehmigt werden

Es verhält sich wie beim Grillen, das per se nicht verboten ist. Will man Feuerschalen im Garten oder auf Balkonen, Terrassen oder in Innenhöfen bedienen, dürfen die Gefäße nicht größer als einen Meter sein. Bis zu dieser Größe sind jene nämlich nicht genehmigungspflichtig. Brennbare oder leicht entzündliche Materialien in unmittelbarer Nähe sollten wegen bestehender Brandgefahr entfernt werden. Nachbarn und Anrainer dürfen durch die Rauchentwicklung weder beeinträchtigt noch gefährdet werden.

Feuerstellen sind in der Hausordnung oder durch Bezirksämter oder Stadtverwaltungen geregelt

Bundesweit einheitliche Regeln über offene Feuerstellen existieren nicht. So kann es sein, dass beispielsweise in manchen Wohnhäusern, Kleingarten-Siedlungen oder Wohnhausanlagen mit Garten offene Feuerstelle oder das Grillen in der Hausordnung untersagt sind. Ein Blick in die Hausordnung oder den Mietvertrag ist daher von Nöten.

In Hitze- und Dürreperioden, bei starkem Wind oder bei Waldbrandgefahr können die Verwendung von Feuerschalen oder das Grillen auf herkömmlichen Grill-Geräten verboten sein. Bezirksämter oder Stadtverwaltungen erteilen darüber und über die regional geltenden Bestimmungen Auskunft.

Funkenfluggitter und Feuerlöscher sind wichtig, denn Funkenschlag kann es immer geben

Funkenschlag kann es auch bei leichtem Wind geben. In Feuerschalen schlagen Flammen zudem höher als in herkömmlichen Grillern. Äußerste Vorsicht gilt auch bei der Verwendung der Brennmaterialien. Die Beachtung der Wetterbedingungen und das Einhalten von Sicherheitsabständen zu Nachbarwohnungen oder Grundstücken ist daher dringend anzuraten. Auch ein Sicherheitsabstand zwischen den Gästen und der Feuerschale ist zu beachten.

Der Platz für Feuerschalen sollte groß genug und vor allem windgeschützt sein, um einen Funkenschlag zu verhindern. Ein Funkenfluggitter erweist sich als hilfreich und schützend.  Kleine überdachte Balkone stellen eine erhöhte Brandgefahr dar. Dort sollten Bewohner das Feuermachen vermeiden und wenn möglich auf öffentlich ausgewiesene Grillplätze ausweichen. In Feuerkörben mit luftdurchlässigen Streben ist die Gefahr des Funkenschlags sogar noch größer.

Grill-Enthusiasten sind in jedem Fall gut beraten, immer Wasser oder einen Feuerlöscher parat haben. Denn sollte etwas passieren, und die Feuerwehr ausrücken müssen, ist der Verursacher schaden- und kostenpflichtig.

Brennendes Holz spendet Licht, Holzkohle eignet sich zum Grillen, aber Papier hat in der Feuerstelle nichts verloren Papier, Pappe oder Gartenabfälle dürfen nicht zum Feuermachen in einer Feuerschale verwendet werden. Stattdessen eigenen sich Kaminholzscheiben oder trockenes Holz am besten. Die für Nachbarn eventuell störende Rauchentwicklung hält sich bei diesen Materialien in Grenzen. Auch Holzkohle ist ein geeignetes Material, allerdings wirft diese nicht so viel Licht ab wie brennendes Holz, eignet sich aber hervorragend zum Grillen. Dazu bedarf es noch eines Grillrostes oder eines feuerfesten Bräters, Topfes oder einer Pfanne, und die herbeigesehnte Grillerei kann beginnen.