Ressourcen wie Wasser und Energie werden mit zunehmender Bevölkerungszahl, steigendem Energieverbrauch und wachsendem Umweltbewusstsein immer wertvoller. Gerade in den eigenen vier Wänden kann jeder an der Verringerung der Treibhausgasemissionen und der generellen Abfallvermeidung mitwirken. Mit ein paar Tricks lässt sich nicht nur bei der Nebenkostenabrechnung sparen, sondern auch ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzen.

Zwar ist unser Planet zu 71 Prozent von Wasser bedeckt, doch da es kaum Fertigungsprozesse und Konsumkonzepte gibt, die keinen Wasserverbrauch voraussetzen, wird dieser vermeintliche Überfluss immer mehr zu einem flüssigen Gold. Der durchschnittliche Tagesverbrauch eines Bundesbürgers betrug 127 Liter im Jahr 2018. Dieser Wert lässt sich mit ein paar Kniffen aber leicht unterbieten.

Wasser sparen in Bad und Küche

Angefangen bei den Wasserhähnen und Duschköpfen können sich einige Investitionen sehr lohnen. Ein Strahlregler in Mischbatterien etwa (auch Wasserspar-Strahlregler oder Luftsprudler genannt) mischt dem Wasserstrahl mehr Luft bei als serienmäßig eingesetzte Strahler und reduziert damit die durchfließende Wassermenge. Diese kleine Investition in Form eines Durchflussreglers bedeutet keinerlei Komforteinbußen, da der Wasserstrahl weicher und damit oft angenehmer wirkt. Wassersparende Duschköpfe funktionieren ungefähr nach dem gleichen Prinzip und haben dieselben Vorteile. Auf diese Weise wird etwa die Hälfte des Wasserverbrauchs beim Duschen und Händewaschen eingespart.

Auch der Einbau von Einhebel-Armaturen kann eine sinnvolle Investition sein, um etwas Wasser zu sparen. Diese machen das bei Zweigriff-Armaturen notwendige zeit- und ressourcenaufwendige Mischen für das optimale Kalt- und Warmwasserverhältnis überflüssig.

Wer eine Geschirrspülmaschine hat, kann sich übrigens gleich doppelt freuen – nicht nur kann man sich damit das lästige Spülen per Hand sparen, sondern man spart auch Wasser und Energie. Bei der richtigen Benutzung, also wenn die Maschine immer gut befüllt und gerne mal das Sparprogramm eingestellt wird, ist der Verbrauch eines Geschirrspülers geringer als beim händischen Spülen.

So lassen sich Strom- und Energieverbrauch reduzieren

In einer Küche wird oft nicht nur viel Zeit verbracht, sondern auch eine Menge Energie verbraucht. Die Übeltäter, die dort die Energiebilanz vermiesen, sind häufig klein und leicht zu eliminieren.

Das fängt schon bei den richtigen Töpfen und Pfannen an. Diese sollten eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen und die entstehende Hitze beim Kochen maximal ausnutzen. Ebenfalls ist es immer ratsam, einen Topfdeckel zu verwenden, um die Wärme nicht unnötig entweichen zu lassen. Und auch auf die Maße von Töpfen und Pfannen muss geachtet werden. Ist ein Herdfeld zu groß oder zu klein für den zu erhitzenden Gegenstand, geht unnötig viel Energie verloren.

Auch wenn man mal vergessen haben sollte einzukaufen – der Kühlschrank ist nie ganz leer. Denn im Inneren befindet sich eine große Menge gekühlter Luft, von der mit jedem Öffnen der Kühlschranktür etwas entweicht. Danach muss viel Energie aufgewendet werden, um die gewünschte Temperatur wieder zu erreichen. Ist der Kühlschrank hingegen gut gefüllt, speichern alle Inhalte die Kälte. Dadurch muss nach dem Schließen der Tür weniger gekühlt werden und somit verbraucht das Gerät auch weniger Strom. Ist doch mal gähnende Leere angesagt, kann man die Leerstellen mit Styroporboxen auffüllen, diese speichern die Kälte ausgezeichnet.


Die angestrebte Temperatur im Kühlschrank sollte sieben Grad betragen. Um die kalte Kühlschrankluft effizient auszunutzen, lagert leicht Verderbliches wie Fleisch und Fisch am besten im unteren Bereich des Kühlschranks. Zu einer Art Nachbarschaftsstreit kann es übrigens kommen, wenn Herd und Heizkörper neben dem Kühlgerät stehen; hier führt eine maximale Entfernung zu einem optimierten Energieverbrauch.

Der Standby-Modus verbraucht unnötig Strom

Elektrische Geräte, die – anders als der Kühlschrank – nicht ständig in Betrieb sein müssen, sollte man möglichst nach der Benutzung aus der Steckdose ausstöpseln. Auch eine ausschaltbare Steckdosenleiste ist eine Möglichkeit. Häufig haben Geräte nämlich einen versteckten Standby-Modus, wodurch sie dennoch ein wenig Strom verbrauchen, obwohl sie nicht eingeschaltet sind. Dazu gehört übrigens auch das Ladekabel eines Smartphones oder Laptops – wenn das Handy oder Notebook vollständig geladen ist, sollte man das Kabel deshalb aus der Steckdose ziehen.

Ein Gerät, das oft nicht nur permanent an der Steckdose hängt, sondern auch ständig eingeschaltet ist, ist der WLAN-Router. Wenn man außer Haus ist und zu Hause niemand WLAN benötigt, kann man den Router getrost ausschalten. Oft gibt es auch die Möglichkeit, WLAN-Router so einzustellen, dass sich zu bestimmten Tageszeiten – also etwa während man auf der Arbeit ist – zumindest das WLAN-Signal automatisch abschaltet, das in der Regel der größte Stromfresser eines Routers ist.