Die passende Eigentumswohnung zu finden ist ein Prozess, bei dem sich viele Dinge erst im Laufe der Zeit klären lassen. Immobilienkäufer sollten sich genügend Zeit nehmen, um neben der Finanzierung der Traumimmobilie auch darüber nachzudenken, was sie eigentlich von der zukünftigen Eigentumswohnung erwarten. Die Tatsache, dass die Immobilienlandschaft in Großstädten besonders vielfältig ist, kann ein Vorteil ein, wenn Käufer wissen, was sie wollen. Mit guter Vorbereitung endet die Suche mit den idealen und auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenen eigenen vier Wänden. Als oberste Faustregel gilt, dass Käufer ihre persönliche und finanzielle Situation langfristig realistisch einschätzen sollten. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Immobilie sollten vor allem Eigennutzer der Immobilie die aktuelle Lebenssituation und die Zukunftsplanung bedenken.

Wer zum Beispiel beruflich viel unterwegs ist, sollte besonders auf eine gute Verkehrsanbindung achten. Schulische Einrichtungen in der Nachbarschaft sind wichtig, wenn Kinder mit einziehen sollen oder geplant sind. Die Balance aus Wunschvorstellung und realistischer Einschätzung der eigenen Lebenssituation ist wichtig, um letztendlich die richtige Entscheidung zu treffen. Deshalb kommt es auf die sogenannte Mikrolage an. Sie sollte beim Kauf unbedingt berücksichtigt werden. Das gilt auch für Kapitalanleger, denn potenzielle Mieter bevorzugen ebenfalls Wohnungen in einer Mikrolage, die zu ihrem Leben passt.

Alt- oder Neubau?

Zur Auswahl einer geeigneten Eigentumswohnung gehört auch die Entscheidung, ob in einen Alt- oder in einen Neubau investiert werden soll. Dabei sollten jedoch nicht nur ästhetische Vorlieben zählen. Wichtige Argumente wie Instandhaltungs-, Energie- und mögliche Sanierungskosten sollten dabei an erster Stelle Berücksichtigung finden. In Deutschland gelten Immobilien, die vor dem Jahr 1948 gebaut wurden, als Altbau. Wohnungen in solchen Häusern sind häufig mit hohen, stuckverzierten Decken, großen Zimmern, Flügeltüren, Parkettböden und einem herrschaftlichen Charme ausgestattet. Der visuelle Zauber dieser Bauten lässt jedoch oft die negativen Eigenschaften allzu schnell vergessen. Ein Altbau wird nie an die Qualität der Wärmedämmung, Technik oder Sanitäranlagen eines Neubaus heranreichen können.

Neubauten haben zwar oft nicht den Charme eines Hauses aus der Gründerzeit, bieten jedoch viele andere Vorteile. Abgesehen davon, dass sie nach den neuesten Standards und Normen erbaut wurden, sind sie in vielen Fällen moderner und effizienter, was eine optimale Wärme- und Schalldämmung, technische Ausstattung, Fenster, Rohre und allgemeine Sanitäranlagen angeht. Dadurch können Sie viele Nebenkosten und mögliche Sanierungsarbeiten einsparen, die bei einem Altbau anfallen könnten.