Spätestens nach der abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem erfolgreich absolvierten Abitur mit Aussicht auf Studien- oder Arbeitsplatz erwacht in vielen jungen Erwachsenen der Wunsch nach einem selbstständigen Leben und einem eigenen Dach über dem Kopf. Einige behalten zunächst die Option des bequemen Hotel Mama inklusive Nestwärme und Wäschedienst im Auge. Doch die Verlockungen der angestrebten Selbstständigkeit  forcieren die Vorstellung von den eigenen vier Wänden. Zur Überlegung stehen ein WG-Zimmer mit eingeschränkter Privatsphäre und möglicherweise unliebsamen Mitstreitern. Zeitlich begrenzt, als dauerhafte Bleibe ungeeignet und aufgrund steigender Nachfrage preislich genauso im Steigen begriffen wie  eine Mietwohnung.

Daher schwebt zumeist die Vorstellung von einer kleinen Wohnung für die Studienzeit oder den Beginn der beruflichen Karriere im Raum. Die Mehrheit ist auf elterliche oder familiäre Unterstützung angewiesen. Vor allem wenn es darum geht, Wohnraum zu finden, anzuschaffen und zu erhalten.

Um diesen Wohntraum zu erfüllen, unterstützen viele Eltern ihre Kinder auf dem Weg in die neue Lebenssituation. Angesichts wenig verfügbaren Wohnraums und konstant steigender Mietpreise in den deutschen Groß- und Universitätsstädten stellt der Kauf von Wohneigentum von Eltern für Kinder eine finanziell nachhaltige Möglichkeit dar.

Im Idealfall denken Eltern viel früher über einen Wohnungserwerb für ihre Nachfahren nach und verwirklichen diesen bereits zu gegebener Zeit. Nämlich dann, wenn die Kinder noch in den Kinderschuhen stecken. Bei der späteren Übertragung des Eigentums auf die erwachsenen Kinder kann eine frühzeitig erworbene Wohnung dann vielleicht bereits lastenfrei sein. Insofern sie nicht zu 100 Prozent mit Eigenkapital, sondern durch einen Bankkredit finanziert worden ist.
Die getätigte Investition in Wohneigentum stellt einen wertbeständigen Aufbau des Vermögens und eine gewinnbringende Situation dar. Dies gilt sowohl für Eltern, die durch den Kauf eine Grundlage für eine gesicherte Geldanlage bieten, als auch für Kinder, die mit dieser wirtschaftlichen Ausgangssituation leichter und unbeschwerter in die Selbstständigkeit finden.In Zeiten niedriger Kreditzinsen und günstiger Finanzierungskosten erscheint es als eine sinnvolle Option, das eigene Geld für Wohneigentum einzusetzen und dadurch einen Vermögenswert aufzubauen anstatt monatlich anfallende Mietkosten auszugeben.

Auch wenn das Eigenheim erst zu Beginn der Selbstständigkeit der Kinder von den Eltern angeschafft wird, begründet eine solche Anschaffung familiären Besitzstand. Eltern dürfen die Wohnung beispielsweise an ihre Kinder zu mindestens 66 Prozent der ortsüblichen vermieten, um die steuerlichen Begünstigungen in Form von Abschreibungen nicht zu verlieren.

Bis die Nachfahren so weit sind, das Wohneigentum übernehmen zu  können, besteht für die Eltern als Eigentümer der rentable Anreiz, die Wohnung zu vermieten. Regelmäßige Einnahmen aus einem bestehenden Mietverhältnis bedienen in den meisten Fällen Zins sowie Tilgung und tragen im Wesentlichen zur Refinanzierung eines Darlehens bei. Hinzu kommt, dass sich für den Vermieter des Eigentums durch das mögliche Absetzen des Erhaltungsaufwandes wie der Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen oder der Werbungskosten von der Steuer eine Begünstigung ergeben kann.

Durch den generellen Preisanstieg von Miete sowie von Kaufimmobilien gerade in den wirtschaftlich prosperierenden Metropolen steigen sowohl der Wert der eigenen Immobilie als auch ihr Wiederverkaufswert in den wachsenden Städten im Laufe der Jahre. Einer eventuellen Veräußerung oder Weitervermietung, wenn es die Kinder beispielsweise in eine andere Stadt oder ins Ausland verschlägt, steht daher nichts im Wege. Wohnungseigentum trägt zu einer garantierten Vermögensbildung und individuellen Altersvorsorge bei, die auch von Eltern zu einem späteren Zeitpunkt selbst bewohnt oder genutzt werden können.