Eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage ist eine gute Sache. Sie kann für ihren Eigentümer durch Vermietung oder Verkauf zusätzliche Einnahmen im Alter generieren oder aber er kann die Immobilie später selbst nutzen und sie eines Tages an Kinder und Enkel vererben. Damit der Immobilienkauf zum erwünschten Ziel führt, gibt es einige Punkte zu beachten. Denn in der Zwischenzeit soll mit der Eigentumswohnung in der Regel Geld verdient werden. Und das funktioniert nur mit durchgängiger Vermietung. Der Grundstein dafür wird bei der Auswahl der Immobilie gelegt.

So sollte die Wohnung möglichst für unterschiedliche Mietergruppen interessant sein. Das erweitert den Kreis der potenziellen Interessenten und erhöht die Chancen, die Wohnung übergangslos vermieten zu können. Der Trend zum urbanen Leben und die stetig steigenden Einwohnerzahlen in den Großstädten sprechen für ein Investment im städtischen Raum, vor allem in zentrumsnahen Lagen, wo die Mieten kontinuierlich steigen. Dasselbe trifft auch auf die Universitätsstädte zu. Prognosen des Statistischen Bundesamtes zufolge steigt die Zahl der Studierenden in Deutschland bis 2045 kontinuierlich an. Allein dadurch erhöht sich der Bedarf an kleineren Wohnungen oder sogenannter Mikroapartments. Berufsanfänger und die wachsende Zahl an Singles gehören ebenfalls zu der Klientel, die solche Angebote nutzen.

Erfüllt ein Objekt die gewünschten Kriterien, ist der nächste Schritt die Bewertung der Wohnung. Das Wichtigste sind ein zeitgemäßer Grundriss sowie eine gegenwartsnahe Ausstattung. Dabei sollte auf eine allzu moderne Einrichtung, auf ausgefallene Fliesen oder Bodenbeläge und grelle Farben verzichtet werden. Als Kapitalanleger ist es besser, den eigenen Geschmack auszublenden und alles durch eine sachliche Brille betrachten. Je neutraler Farben und Ausstattung sind, desto größer ist die Zahl möglicher Mieter.

Wer sich für einen Neubau entscheidet, kann mit guter Renditesicherheit und Planbarkeit rechnen. Ist der Neubau eine KfW-55-Immobilie, gibt es obendrein die Möglichkeit, staatliche Fördermittel zu beantragen. Gleichzeitig profitiert der künftige Mieter von geringeren Nebenkosten.

Liegt die ausgesuchte Wohnung in einem älteren Haus, muss sichergestellt werden, in welchem Zustand das gesamte Gebäude ist, wie alt die Wasserleitungen und das Dach sind oder, ob die Heizungsanlage bald ausgetauscht werden muss. Um Punkte wie diese zu klären, empfiehlt es sich, einen Gutachter zu Rate zu ziehen. Der Fachmann kann einschätzen, wo sich möglicherweise ein Sanierungsstau anbahnt, der das Investment ungleich teurer macht. Sind hohe Reparaturkosten zu erwarten, bringt das jede Kalkulation ins Wanken. Mieterträge fallen dann deutlich geringer aus, und das Tilgen des Darlehens könnte schwieriger werden.

Grundsätzlich bietet sich zurzeit eine hohe Tilgungsrate an, weil die Kreditzinsen immer noch sehr niedrig sind. Je höher getilgt wird, desto schneller ist das Darlehen abgezahlt, und die Immobilie gehört einem selbst und nicht mehr der Bank. Außerdem kann die Wohnung bei Bedarf dann auch jederzeit steuerfrei verkauft werden. Bereits nach zehn Jahren entfällt die Spekulationsfrist.