Der Begriff „Smart Home“ ist in aller Munde. Wohl jeder hat jemanden in seinem Bekanntenkreis, der schon einmal stolz vorgeführt hat, wie er sein Licht oder seine Heizung mit dem Smartphone steuert. Besonders Wohneigentümer sollten sich aber zunächst inhaltlich näher mit dem Thema „Smart Home“ auseinandersetzen, bevor sie planen, ihre Wohnung oder ihr Eigenheim zu vernetzen. Als Erstes hilft eine Betrachtung, welche wichtigen Anwendungsmöglichkeiten beim vernetzten Haus existieren. In einem zweiten Schritt sollte der Eigentümer dann für sich entscheiden, was notwendig ist.

Die Smart-Home-Technologie hat in den vergangenen zehn Jahren große Fortschritte gemacht. Die Vernetzung erleichtert den Bewohnern den Alltag. Einzelne Produkte führen etwa zu einem besseren Sicherheitsgefühl oder zu mehr Energieeffizienz. Ein effektives Zusammenwirken wird aber erst erzielt, wenn mehrere Produkte gleichzeitig zum Einsatz kommen. Um vor allen Einsteigern zu verdeutlichen, wie ein Smart Home funktioniert, seien einmal vier Anwendungen erläutert.

Ein guter Anfang sind programmierbare und vor allem kontrollierbare Heizungssysteme. So ist es mit minimalem Aufwand möglich, die eigene Heizung auch von unterwegs aus zu steuern. Wer morgens das Haus verlässt und womöglich vergessen hat, den Regler etwas herunter zu drehen, kann dies bequem vom Smartphone aus erledigen. Bevor der Eigentümer beispielsweise von der Arbeit zurückkehrt, dreht er die Heizung vorher mobil wieder leicht auf und kommt in ein wohnlich warmes Zuhause. Insgesamt lässt sich so tagsüber schnell 25 bis 30 Prozent an Energie sparen.

Auch Tür- und Fenstersensoren ermöglichen eine einfache Steuerung aus der Ferne. So lässt sich beispielsweise kontrollieren, ob Haustür und Fenster wirklich verschlossen sind. Denn manch einer hat sich das schon gefragt, wenn er längst von zuhause weggefahren war. Mit modernster Technik lässt sich sogar eine nur ins Schloss gefallene Haustür ferngesteuert komplett verriegeln. Sollten Fenster oder Haustür gewaltsam geöffnet werden, informiert ein Alarmsignal den Wohnungseigentümer auf dem Smartphone.

Eine gewisse Sicherheit vor Einbrüchen können sogenannte Unterputz-Lichtschalter bieten. Diese sind in der Lage, ferngesteuert die Anwesenheit der Bewohner zu simulieren, zum Beispiel während sie sich im Urlaub befinden. Je nach Tageslicht oder auch Dämmerung lassen sich außerdem wirkungsvolle Akzente setzen – je nach persönlicher Stimmung.

Im Smart Home ist es ebenfalls möglich, dass Rollläden und Jalousien wetter- oder zeitabhängig reagieren. So werden sie mobil mit einem Tastendruck beispielsweise im Winter rechtzeitig geschlossen, um Energieverluste durch Wärmeabgabe zu vermeiden.

Viele der Smart-Home-Anwendungen sind unkompliziert zu installieren. Wer sich aber dennoch unsicher beim Einbau ist, sollte einen Elektrofachmann hinzuziehen. Für Anwendungen innerhalb der Wohnung oder des Hauses ist ein WLAN-Netz mit mindestens 32 Megabit pro Sekunde sinnvoll und häufig sogar notwendig. Selbstredend ist Smart-Home-Technik auch mit Anschaffungskosten verbunden. Da der Nutzer durch die Anwendungen letztlich Energie spart, kann sich die Investitionen aber schnell rentieren und das Smart Home ist anschließend deutlich sicherer als zuvor.