Eigentümer einer Immobilie sind für eine sparsame und möglichst umweltschonende Lösung der Wärmequelle verantwortlich. Da der CO2-Ausstoß bei Wohnimmobilien in Deutschland in den vergangenen Jahren kaum zurückging, rücken Heizsysteme der Privathaushalte in den Vordergrund. Die Bundesregierung will daher für Hauseigentümer neue Standards setzen. So plant sie, den Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 zu verbieten und alternative Energiequellen staatlich zu fördern. Noch ist es kein Gesetz.

Wer gegenwärtig seine alte Öl- oder Gasheizung gegen eine ökologische Variante austauscht, kann zwischen einem zinsgünstigen Kredit oder einem Barzuschuss wählen. Er kann aber auch beides kombinieren.

Durchaus bekannt ist die Option, zinsgünstige Kredite der KfW-Förderbank für ein Vorhaben zu beantragen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, für Bestandsbauten über das KfW-Programm 430, „energieeffizient sanieren“, einen Investitionszuschuss zu erhalten. Die Förderung gilt für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen in Eigentümergemeinschaften. Bei Letzteren bedarf es immer zunächst eines Beschlusses der WEG, bevor die Kostenfreigabe für den Heizungsaustausch vorgenommen werden kann. Pro Wohneinheit sind maximal 7.500 Euro Zuschuss möglich, Investitionskosten werden nur bis zu einer Höhe von 50.000 Euro anerkannt. Die Fördersumme steigt nur, wenn ein entsprechender KfW-Effizienzhausstandard erreicht wird. Wer den Zuschuss erhalten will, muss immer einen Energieeffizienz-Experten hinzuziehen.

Bundesamt fördert zusätzlich ökologische Heizungen

In absehbarer Zukunft werden für alternative Energiequellen weitere Fördermöglichkeiten hinzukommen und Förderungen für fossile Brennquellen wie Ölöfen komplett entfallen.  Schon aktuell gilt: Stellt der Eigentümer beispielsweise auf eine Pelletheizung um, können neben KfW-Krediten Mittel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA, beantragt werden. Für einen Pelletkessel erhält der Eigentümer beispielsweise 3.000 Euro Basisförderung zuzüglich 80 Euro pro Kilowatt (KW) ab einer festgelegten Untergrenze der Wärmeleistung von 37,6 KW. Voraussetzung dafür ist ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage, also der gleichmäßigen Erwärmung der Wohnräume sowie eine Umwälzpumpe der höchsten Effizienzklasse. Wird gleichzeitig zur neuen Pelletheizung eine förderfähige Solaranlage für die Warmwasserbereitung errichtet, erhält der Antragsteller einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 500 Euro. Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage beim BAFA sein. Obwohl KfW-Kredite und BAFA-Zuschüsse miteinander kombinierbar sind, muss der KfW-Antrag stets vor Beginn der Umbaumaßnahmen beantragt werden.

Ebenso fördert das Bundesamt die Nutzung von Erdwärme, die einen Neubau vollkommen eigenständig beheizen kann, einen Altbau aber nur zum Teil. Das BAFA erstattet bis zu 4.500 Euro an Gesamtkosten für eine Wärmepumpe, wenn es sich bei der Wärmequelle um Erdwärme handelt.